Leitlinien
- Ich begreife Krisen und Suizidalität in starkem Masse als Beziehungsgeschehen und lege daher in meiner Arbeit besonderen Wert auf den Aufbau einer tragfähigen und vertrauensvollen Beziehung.
- Wichtig ist hierbei auch die Gewährleistung der Verschwiegenheit der Gespräche.
- Krisenintervention soll niedrigschwellig sein, sie muß deshalb schnell beginnen. Bereits ein e-Mail, ein Telefonkontakt, eine Terminvereinbarung und die erste Sitzung können Erleichterung verschaffen und einer krisenhaften Einengung entgegenwirken.
- Parallel zur Gestaltung der Beziehung muss es zu einer ersten Einschätzung der Gesamtsituation und der Suizidgefährdung kommen. Davon hängt die Entscheidung ab, ob eine Fortsetzung der Beratung angeboten werden soll und ob der Ratsuchende (zusätzlich) einen Arzt, eine Fachperson oder ob er sich in den Schutz einer Klinik begeben muss.
- Ich gehe auf die Menschen, die in einer Krise oder in einer suizidalen Entwicklung kommen, individuell ein. Es gibt keine Standard-Interventionen, die immer wirken, vielmehr muß jede Handlungsweise aus dem Gesamtkontext abgeleitet werden. Was für den einen Menschen wünschenswert und hilfreich ist, kann für den anderen bedenklich und schädlich sein.
- Krisenbewältigung kann nur in einem Klima von Offenheit, Respekt und Wertschätzung geschehen. Ziel der Beratung ist eine Erweiterung der Selbst-Akzeptanz des Klienten und seiner Wahrnehmung, Verantwortung und Handlungsfähigkeit in seinem sozialen Umfeld.
